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Drupal und der Gutenberg Editor

Im WordPress Universum ist der Gutenberg Editor schon angekommen. In der Drupal-Welt so langsam. Was ist Gutenberg und was kann der Editor? Das wird Ihnen in diesem Blogpost erklärt.
4 Minuten

Was ist der Gutenberg Editor?

Gutenberg ist ein neuer Editor für WordPress. Dieser Editor wurde nach Johannes Gutenberg benannt, der vor 500 Jahren den Buchdruck erfunden hat. Das Ziel dieses Editors ist, die Eingabe von Texten einfacher und zugänglicher zu machen. Und wie gesagt, seit einiger Zeit wird der Gutenberg Editor mit WordPress direkt installiert. Und seit einiger Zeit ist der Gutenberg Editor nun auch als Drupalmodul verfügbar. Allerdings noch in einer Alpha Version. Daher empfehlen wir, dieses Modul noch nicht in Liveseiten zu installieren.

The next big thing?

Momentan ist es noch schwierig zu sagen, ob der Gutenberg Editor in der WordPress Welt oder natürlich auch im Drupal Universum, wirklich das nächste grosse Ding wird. Warum? Die Bewertungen für das Modul auf der WordPress Seite sind momentan doch eher Bescheiden.

Rating für das Gutenberg Editor Modul für WordPress

Bei über 1375 Reviews auf WordPress.org bekommt der Gutenberg Editor erst ein Rating von 2.3 Sternen. Ich denke die relativ schlechte Bewertung kommt daher, dass es neue Sachen immer sehr schwer haben oder die Ratings in einer frühen Phase der Plugin Entwicklung abgegeben wurde.

Allerdings denke ich persönlich, dass sich in der Content-Eingabe, egal ob bei WordPress oder Drupal unbedingt etwas passieren muss. Die Content Eingabe ist immer noch auf dem Stand von 1999...bei beiden Systemen.

Was ist den wirklich so neu am Gutenberg Editor? Blocks!

Blocks ist der neue, grosse Begriff bei Gutenberg. In einer WordPress- aber natürlich auch Drupal-Installation gibt es viele unterschiedliche Elemente. Nodes, Meta-Tags, Optionen, Formatierungen, URL-Alias und etliches mehr. Gutenberg soll all diese unterschiedlichen Elemente vereinheitlichen und zu den erwähnten Blocks aufbauen. Blocks kann man sich ähnlich wie Legosteine vorstellen, also Bausteine, mit denen man sich seine Webseite flexibel aufbauen kann.

Blocks im Gutenberg Editor

Tatsächlich ein neues Feeling in der Inhaltserfassung

Um den Editor ausgiebig zu testen, verwende ich Gutenberg seit einigen Wochen auf meinem privaten Blog. Nach zwei, drei Blogposts hat man sich bereits an die neue Art und Weise der Inhaltserfassung gewöhnt. Und ganz wichtig: Man bekommt tatsächlich das WYSIWYG-Feeling zurück. 

Wenn ich heute einen Blogpost gegenlese, muss ich immer zwei Browserfenster offen haben. In einem Browser sehe ich dann die lesbare Variante mit all seinen Fehler und im anderen Browser habe ich jeweils das Edit-Formular offen. Geht bei mir gut, da ich im Büro einen grossen Monitor habe. Zu Hause sieht das dann schon wieder anders aus.

The editor will create a new page- and post-building experience that makes writing rich posts effortless, and has “blocks” to make it easy what today might take shortcodes, custom HTML, or “mystery meat” embed discovery.

Matt Mullenweg founder WordPress

Gutenberg in einer Drupal-Installation

In der Drupalwelt wird natürlich auch über den neuen Editor bei WordPress gesprochen und diskutiert. Auf der Drupal Europe in Darmstadt, im September 2018, gab es dazu eine eigene Session. Doch wie schon erwähnt befindet sich das Drupal Gutenberg Modul erst in einer frühen Alpha-Version, sollte also noch nicht auf Live-Seiten eingesetzt werden.

Die Bilder in der untent stehenden Galerie entstammen der Webseite: https://internetdevels.com/blog/gutenberd-editor-drupal-8

Braucht den Drupal Gutenberg?

Eigentlich ja. Eigentlich? Ja, den die Inhaltserfassung in einer Drupal-Installation muss unbedingt verbessert werden und mit Gutenberg ist man sicher auf einem guten Weg. Ob jetzt aber der neue Editor wirklich das Mass aller Dinge ist, ist momentan noch schwer abzuschätzen. Weitere Module wie Elementor oder Geysir sind ebenfalls spannende Alternativen zum Standard Editor von Drupal oder auch Gutenberg.

Ihr Ziel war also, diesen Vorgang einfacher zu machen, haupstächlich für diejenigen, die gerade erst angefangen haben, mit WordPress zu arbeiten. Es werden Bausteine in Form von „kleinen Blocks“ eingeführt und man will erweiterte Layoutoptionen hinzufügen. Den offiziellen Beispielbeitrag kannst du dir hier ansehen.

Aber wir haben ja das Paragraphs-Modul

In wohl den allermeisten Drupalinstallationen wird mittlerweile mit dem Paragraphs Modul gearbeitet. Ein gutes Tool, welches die Eingabe von strukturierten Inhalten möglich macht und die Inhaltserfassung für viele von unseren Kunden erheblich vereinfacht. Aber auch alleine mit Paragraphs kann das Problem der Unübersichtlichkeit in der Erfassung eines Inhaltes nicht behoben werden.

Das Gutenberg-Drupal Modul baut auch nicht auf dem Paragraphs Modul auf. Das heisst, Inhalte welche mit Paragraphs erfasst wurden, sind anschliessend alle in einem einzigen Datenbankfeld vorhanden. So mit wird unter Umständen eine Migration in ein anderes System oder ganz einfach in eine neue Drupal-Installation nicht zwingend einfacher. In solch einem Fall, müsste man dann auf das oben erwähnte Modul Geysir zurück greifen. Geysir ist eigentlich nichts anderes als ein User Interface für das Frontend wenn man mit Paragraphs arbeitet, so ganz einfach gesagt.

Fazit

Es ist noch nicht aller Tage Abend und die Inhaltserfassung wird sich in nächster Zeit viel vereinfachern. Sollten Sie an einer Gutenberg Demo interessiert sein, dann lassen Sie uns das wissen, einfach E-Mail Adresse oder Telefonnummer im Formular eintragen und wir melden uns.

Gutenberg Demo?

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